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Lasst die Güterbahn doch wieder innovativ sein …

Lasst die Güterbahn doch wieder innovativ sein …

Prof. Dr. Dr. Bernd Kortschak, Univ. of Appl. Sc. Erfurt

Mit der Richtlinie 440/91 sollte der Wettbewerb im Eisenbahnwesen der EU Einzug halten. Mit zusätzlichen Förderprogrammen sollten marktfähige Produkte angeschoben werden. Nach 25 Jahren muss festgestellt werden, dass der Wettbewerb nicht zu der Erreichung der Weißbuch-Ziele beigetragen hat und dass die Innovationen die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs nicht gestärkt haben. Der rechtliche Rahmen zur Umsetzung von ERMTS und ETCS entlang der europäischen Korridore hat zu einer starken Zunahme zwingenden Rechts geführt, welche im Zusammenwirken mit IT-Lösungen zur Verlagerung von Funktionalitäten von der Infrastruktur auf Triebfahrzeuge zu einer Fragmentierung der technischen Lösungen geführt hat. Um neuen Anforderungen zu genügen, müssen erst kürzlich angeschaffte Lokomotiven kostspielig EDV-technisch aufgerüstet werden. […]

Real-Time Location Systeme als nächste Ausbaustufe in der Digitalisierung

Real-Time Location Systeme als nächste Ausbaustufe in der Digitalisierung

Michael Späth, Remo Hoyer, EY Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Die Digitalisierung der Supply Chain schreitet voran. Logistiker nutzen heute GPS, um in Echtzeit Transporte zu überwachen und Routen zu optimieren. Das sichert Liefertreue und reduziert Frachtkosten. Aber diese Transparenz und Steuerungsfähigkeit endet momentan an den Toren zu Produktions- und Lagerhallen. Die Echtzeitsteuerung von Materialflussprozessen im IndoorBereich lässt sich heute nur indirekt bzw. stark zeitverzögert erreichen. Real-Time Location Systeme (RTLS) bieten aber jetzt eine Chance nicht nur deutlich näher an das wirkliche Geschehen heranzurücken, sondern auch Prozesse gänzlich neu und automatisiert zu gestalten. Damit stehen Industrie und Transportdienstleister vor dem Durchbruch in die digitale Supply Chain.

Datengetriebene Entscheidungsfindung in der Verkehrsbranche

Datengetriebene Entscheidungsfindung in der Verkehrsbranche

Jan Herold, Cosmo Consult BI GmbH, Andreas Vogels, QlikTech GmbH

Der zeitgemäße Umgang mit Daten betrifft jeden Mitarbeiter im Unternehmen und muss sich in der Unternehmensführung widerspiegeln – die Digitalisierung wird „Chefsache“. Die Verfügbarkeit von Daten ermöglicht eine datenbasierte Entscheidungsfindung, reduziert gleichzeitig aber auch das Herrschaftswissen derer, die heute Daten ganz oder teilweise im Unternehmen zurückhalten – es ist also Widerstand zu erwarten. Der Wert der unternehmenseigenen Daten wird heute allerorts betont. In jedem Fall ist die Verfügbarkeit dieser Daten technisch und rechtlich sicherzustellen. Die reine Visualisierung der Daten bringt oftmals nur wenige Erkenntnisse. Es muss der Anspruch sein, allen Mitarbeitern intuitive und aussagekräftige Analysen zu ermöglichen. […]

Enhancing rail operations through advanced connectivity

Enhancing rail operations through advanced connectivity

Dr. Elizabeth da Silva, Wesley Gilbert, Dr. Oliver Hirsch, TE Connectivity

The railway industry is striving for ever-greater levels of operational efficiencies, at the same time as it is competing with other modes of transportation. This article introduces two technology innovations that will reduce costs and improve operation of electric and diesel railways. A new-generation roofline system reduces aerodynamic drag and the overall height of electric rolling stock. It reduces operating costs as the smooth and low-profile modular system requires less traction energy (therefore lower energy bills). The second innovation is a condition monitoring system based on crankshaft torsional vibration collected from speed sensors giving information on key components inside the engine of diesel locomotives. The system identifies components that are nearing the end of their life, enabling the operator to carry out maintenance only when needed. This monitoring system has the potential to make significant savings for operators.

Radsätze zuverlässig länger betreiben – Lebenszykluskosten senken

Radsätze zuverlässig länger betreiben – Lebenszykluskosten senken

Paul Meaney, Franz Wittmann, SKF GmbH

Innovative Lösungen von SKF unterstützen die Bahnbetreiber dabei, ihren Wartungsaufwand zu minimieren und zugleich die Verfügbarkeit und Effizienz der Züge zu erhöhen. Den Schienentransportunternehmen wird durch ein ebenso intelligentes wie praktisches Überwachungssystem ermöglicht, von einer rein zeitbasierten zu einer zustandsabhängigen Instandhaltung zu wechseln. Das System identifiziert nicht nur frühzeitig sich anbahnende Schäden und senkt dadurch die Gefahr unerwarteter Ausfälle, es sagt auch voraus, wann eine Komponente tatsächlich ausgetauscht werden muss. Das ermöglicht eine Verlängerung von Wartungsintervallen, was wiederum Kosten senkt. Eine neu entwickelte Radsatzlagereinheit erreicht ohne Nachschmierung eine Laufleistung von bis zu 1,7 Mio. km. […]

Energieversorgungssystem zur Digitalisierung im Schienengüterverkehr

Energieversorgungssystem zur Digitalisierung im Schienengüterverkehr

Dr.-Ing. Eduard Aul, Schaeffler Trading (Shanghai) Co., Ltd., Dr.-Ing. Michael Holzapfel, Schaeffler Technologies AG & Co. KG

Der Radsatzgenerator als autarke und sehr zuverlässige elektrische Energieversorgung für Güterwagen ermöglicht die Erweiterung der heute bereits realisierten Digitalisierungsansätze. Zusätzliche Funktionen wie eine on-board Datenanalyse oder der Einsatz von Aktuatorik ermöglichen die Digitalisierungslösungen der nächsten Generation. Auf die Installation einer zentralen Energieversorgung im Güterzug mit ihren Nachteilen bezüglich hoher Anfangsinvestitionen und Festlegung auf einen einheitlichen Standard kann verzichtet werden. Für die Erweiterung vorhandener Systeme bietet sich auch die Integration des Condition Monitoring Systems von Schaeffler an. […]

Pünktlichkeit im Bahnbetrieb – Möglichkeiten für Bahnbetreiber

Pünktlichkeit im Bahnbetrieb – Möglichkeiten für Bahnbetreiber

Claus Gabriel, Magnus Marzi, Fujitsu

"Always-On“, "Connected-everywhere“ – das Voranschreiten der Digitalisierung und die Verbreitung mobiler Endgeräte führt u.a. dazu, dass wir jederzeit erreichbar sind und Informationen in Echtzeit produzieren und erhalten möchten. Dies gilt für fast alle Situationen im Alltag – auch z.B. für das Reisen mit dem Zug und die dabei entstehenden Verzögerungen. Kunden erwarten nicht nur Informationen über Verzögerungen, sondern eine individuelle Berücksichtigung ihrer Situation: „Ich bekomme den Anschlusszug am Bahnhof Nürnberg nach Kassel nicht mehr, was nun?“ Für Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) liegt der Fokus bisher auf der Disposition der Infrastruktur bzw. des Fahrzeugpersonals. […]

Die Beschaffung der DB auf dem Weg Richtung World Class Procurement

Die Beschaffung der DB auf dem Weg Richtung World Class Procurement

Uwe Günther, Deutsche Bahn AG

Als Beschaffungsorganisation der Deutschen Bahn arbeiten wir auch 2017 weiter am Programm „Zukunft Bahn“, dem Kernstück des größten Konzernumbaus der DB seit der Bahnreform 1994 für bessere Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung. Unser Beitrag zu „Zukunft Bahn“ ist unser Programm „World Class Procurement“. Wir wollen nicht nur die Versorgungssicherheit, die Qualität und die Nachhaltigkeit gewährleisten, sondern auch mit einem digitalisierten Beschaffungsprozess die Versorgung sichern und den Wertbeitrag erhöhen. Unsere Mitarbeiter sind motiviert und arbeiten in crossfunktionalen Teams an der Optimierung der Warengruppenstrategien und an der Entwicklung von innovativen Lösungen für die Geschäftsfelder. Das Lieferantenmanagement macht die Beschaffung zum strategischen Wettbewerbsfaktor. Lieferanten sind unsere Partner für die Sicherung des Konzernerfolges. Nur durch die enge Zusammenarbeit mit den besten Lieferanten werden wir die Ziele der Deutschen Bahn erreichen!

Die erste Initiative für nachhaltigere Lieferketten in der Bahnindustrie

Die erste Initiative für nachhaltigere Lieferketten in der Bahnindustrie

Christoph Karge, Tara Norton, BSR

Der Artikel befasst sich mit der ersten Initiative für nachhaltige Beschaffung des Schienensektors. Gegründet Anfang 2015 von sechs großen Unternehmen der Bahnindustrie, verfolgt Railsponsible das Ziel, gemeinsame Standards im Bereich nachhaltige Beschaffung auszuarbeiten. Mit Verwendung einer gemeinsamen CSR-Bewertungsplattform für Zulieferer hoffen die Mitgliedsunternehmen der Initiative darauf, dass sich ihre Prozesse und Standards durchsetzen. Die Autoren führen weiter aus, dass die Interessen der Mitglieder in einer gemeinsamen Charta gebündelt sind, die jedes Mitglied unterschrieben hat. Zudem sind Gremien und Steuerung von Railsponsible so angelegt, dass strategisches und operationelles Know-how zusammenlaufen. […]

Hybridmaschinen zur nachhaltigen Netzbewirtschaftung

Hybridmaschinen zur nachhaltigen Netzbewirtschaftung

Johannes Max-Theurer, Johann Dumser, Plasser & Theurer Export von Bahnbaumaschinen Gesellschaft m.b.H.

Die „EU Klimaziele 2030“ sehen ein umfassendes Klima- und Energiepaket vor [European Commision 2014]. Bahnverwaltungen wie die Deutsche Bahn und die Österreichischen Bundesbahnen entwickeln Strategien zu einer nachhaltigen Netzbewirtschaftung. Die unternehmensbezogene Zielsetzung besteht darin, unter diesen Rahmenbedingungen kosteneffizient und flexibel zu agieren. Im folgenden Beitrag wird ein neues Antriebskonzept vorgestellt, das die Maschine entweder durch einen Diesel- oder durch einen Elektromotor durch Nutzung der elektrischen Energie aus dem Fahrdraht antreiben kann. Das gilt für die Fahrt gleichermaßen wie für die Arbeit. Die lokale CO2-Emission geht damit gegen Null. In Verbindung mit den umfangreichen Schallschutzmaßnahmen werden unsere Kunden in die Lage versetzt, den ökologischen Rahmenbedingungen bei der Infrastrukturerhaltung gerecht zu werden.

Schnelligkeit siegt! Agilität in der Rail-Industry

Schnelligkeit siegt! Agilität in der Rail-Industry

Stefan Treiber, candidus GmbH

Eine Branche wie die Schienenindustrie, die sich mit einem nur schwer planbaren Projektgeschäft und traditionellen Strukturen arrangieren muss, ist von globalen, wirtschaftlichen Veränderungen besonders betroffen. Wer auf globale Megatrends nicht angemessen reagiert, bekommt Probleme wie Lieferengpässe, hohen Steuerungs­aufwand oder lange Entwicklungszeiten. Auch die Kunden­anforderungen steigen hinsichtlich Liefergeschwindigkeit und individualisierten Produkten durch diese Veränderungen beständig. In einer Tiefenbefragung mit 45 Entscheidern aus produzierenden Industrien ermittelte candidus management consulting die Top­-Themen eines zukunftsfähigen Supply Chain Managements, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Dazu zählt insbesondere Agilität, eine strategisch nach Markt­- und Kundenanforderungen segmentiere Wertschöpfungskette sowie strategisches Lieferantenmanagement. […]

Dynamische Business Analytics für die Supply Chain

Dynamische Business Analytics für die Supply Chain

Wolfgang Kobek, QlikTech GmbH, David Telford, QlikTech UK Ltd

Moderne Supply Chains sind hochkomplex und verbinden eine Vielzahl an Systemen für das Management der Prozesse. Supply Chain Manager stehen vor der Hausforderung, trotz dynamischer Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben. Business Intelligence (BI) Lösungen bieten hier Hilfestellung: Sie vereinen sämtliche für die Supply Chain relevante Daten in einem System und bringen damit Erkenntnisse wie: Stimmt die Qualität der Rohstoffe/Komponenten? Wie ist die Termintreue der Lieferanten? Ist der Service zufriedenstellend? Auch können Unternehmen schneller auf globale Trends oder Veränderungen in lokaler Gesetzgebung reagieren.

Automobiltechnologie für Bahnanwendungen

Automobiltechnologie für Bahnanwendungen

Bernhard Bihr, Dr. Holger Niemann, Bosch Engineering GmbH

Als einer der weltweit führenden Automobilzulieferer setzt die Bosch-Gruppe zunehmend automobile Großserientechnik auch in nicht-automobilen Einsatzgebieten wie dem Schienenverkehr ein. Die dadurch entstehenden Synergien sind die Basis für innovative, zuverlässige und wirtschaftliche Lösungen für die Weiterentwicklung von Sicherheit, Effizienz und Logistikfähigkeit auf der Schiene. Produktbeispiele wie das Kollisionswarnsystem für Stadt- und Straßenbahnen, Entwicklungsdienstleistungen für den modernen Triebstrang sowie ein vernetztes Telematiksystem zur Zustandsüberwachung für den Schienengüterverkehr zeigen die Anwendbarkeit und Vorteile des Ansatzes.

Digitale Transformation – Risiko und Chance

Digitale Transformation – Risiko und Chance

Uwe Hartenfeller, Dr. Oliver Skiba, EY Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Die „digitale Zukunft“ äußert sich in einer zu­ nehmenden Durchdringung von Gesellschaft und Geschäftswelt mit neuen, digitalen Technologien. Änderungen im Verbraucherverhalten zwingen die Unternehmen zu zielgerichteten Anpassungen ihrer Geschäftsmodelle, um nicht den digitalen Anschluss zu verlieren. Auswirkungen haben die digitalen Technologien hierbei nicht nur auf die Produkte und Dienstleistungen, sondern auch auf die Supply Chain. Modellhaft beschreibt der Artikel ein Vorgehen zur digitalen Transformation der Geschäftsprozesse eines Unternehmens, bestehend aus der Bestimmung der digitalen Strategie, der Anpassung und Erweiterung der Geschäftsmodelle hierauf sowie deren Umsetzung im digitalen Umfeld mittels Business Intelligence Methoden. Der gewählte Schwerpunkt liegt hierbei auf einem ganzheitlichen Ansatz und nicht einer oft beobach­teten Summe von Einzelmaßnahmen. Neben den grundlegenden Erfordernissen werden mögliche Problembereiche und Lösungsansätze hierzu aufgezeigt.

Mit zuverlässigen Lieferanten den Kunden gewinnen

Mit zuverlässigen Lieferanten den Kunden gewinnen

Uwe Günther, CPO, Deutsche Bahn AG

Das Programm „Zukunft Bahn“ ist die größte Kunden- und Qualitätsoffensive der Deutschen Bahn. Mit Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit im Fokus soll die Produkt- und Servicequalität nachhaltig gesteigert werden. Der Einkauf der Deutschen Bahn bildet dafür eine wichtige Triebkraft. Wir stellen die Versorgungssicherheit für die Geschäftsfelder zu optimalen Konditionen bezogen auf Qualität, Logistik und Kosten her. Zur Verbesserung der Leistung, der Qualität und der Innovationsfähigkeit unserer Lieferanten betreiben wir ein strukturiertes Lieferantenmanagement, legen Grundsätze zur Corporate Social Responsibility (CSR) fest und erweitern unsere geographische Marktbetrachtung.

Engineering Lösungen für Predictive Maintenance in der Bahnindustrie

Engineering Lösungen für Predictive Maintenance in der Bahnindustrie

Ewald Munz, Somnath Kundu, Bhoopathi Rapolu, Cyient

Predictive Maintenance (PM) ist gegenwärtig eine vieldiskutierte Maintenance-Repair-Overhaul-(MRO-)Strategie in der Bahnindustrie. Bei PM geht es vor allem darum, den optimalen Wartungszeitpunkt möglichst genau vorherzusagen. Drohende Ausfälle werden proaktiv erkannt und die entsprechende Wartung wird eingeleitet. Somit kann PM als eine Weiterentwicklung der bisherigen klassischen Wartungsstrategien eingestuft werden. Während PM noch relativ neu in der Bahnindustrie ist, hat sich diese vorausschauende Wartungslösung bereits in anderen Branchen erfolgreich etabliert, vor allem in der Luftfahrtindustrie […]

Das Entsorgungskonzept beim Neubau des Stuttgarter Bahnknoten

Das Entsorgungskonzept beim Neubau des Stuttgarter Bahnknoten

Wolf-Dieter Tigges, DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, Thomas Schmölzer, Dr. Anja Maibaum, Drozak Consulting GmbH

Der Umbau des Stuttgart Bahnknotens ist eines der größten Infrastrukturprojekte in Europa und stellt an alle Projektbeteiligten enorme Herausforderungen. Hohes öffentliches Interesse mit einer großen Anzahl von Befürwortern aber auch Kritiker oder Personen, die dem Projekt kritisch gegenüberstehen, erfordern in allen Abschnitten innovative Ansätze. Besonders stark im Fokus steht dabei die Zentrale Baulogistik, deren Aufgabe die Entsorgung von ca. 8 Mio. t Erdaushub bzw. Tunnelausbruch aus dem Stuttgarter Zentrum ist. Die ohnehin angespannte Verkehrssituation in Stuttgarts Innenstadt könnte die zusätzlichen Entsorgungstransporte für den Erdaushub nur schwer verkraften [...]

Kooperative Innovationsgenerierung durch Open Innovation

Kooperative Innovationsgenerierung durch Open Innovation

Wolfgang Grassl, Dr. Sylvia Trage, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Durch den globalen Wettbewerb geraten die Kosten massiv unter Druck und die Produktlebenszyklen werden deutlich kürzer. Die Fähigkeit, Produkte kunden- und marktgerecht zu entwickeln und zu optimieren, wird in einer Zeit sinkender Margen immer wichtiger. Innovationen werden zum wirtschaftlichen Erfolgsfaktor. Nur diejenigen Unternehmen, die ein umfassendes Innovationsmanagement und einen systematischen Innovationsprozess realisiert haben, sind langfristig wettbewerbsfähig. Grundsätzlich ist Innovationsführerschaft nur möglich, wenn zusätzlich zu den eigenen, unternehmensinternen Ideen auch externe Quellen genutzt werden. Insbesondere Zulieferer gelten vielfach als unverzichtbare Informationsquelle. […]

Bewertung von Lieferanten innovationen – Empfehlungen aus Theorie und Praxis

Bewertung von Lieferanten innovationen – Empfehlungen aus Theorie und Praxis

Dr. Stefan Winter, Prof. Dr. Rainer Lasch, TU Dresden

Lieferanteninnovationen müssen vor deren Umsetzung im Abnehmerunternehmen bewertet werden. Hierfür sollte es einen definierten, systematischen und umfassenden Bewertungsprozess im Unternehmen geben. Dieser Artikel stellt Empfehlungen für die Bewertung von Lieferanteninnovationen vor. Hinsichtlich des Objektes, der Ziele, des Zeitpunktes, der Referenzen, der Träger, der Empfänger, der Kriterien und der Verfahren der Bewertung werden die Teilaspekte für die spezielle Bewertungssituation von Lieferanteninnovationen aufgezeigt. Des Weiteren wird ein mehrstufiges Vorgehen mit einer Vorauswahl und einer Feinauswahl im Rahmen des Bewertungsprozesses skizziert. Auf Basis der Empfehlungen können Unternehmen eine systematische und umfassende Bewertung durchführen. […]

Bahnlogistik 2030 – Verkehrsverlagerung und Senkung der CO2-Emissionen

Bahnlogistik 2030 – Verkehrsverlagerung und Senkung der CO2-Emissionen

Dr. Herbert Kotzab, Universität Bremen, Hans G. Unseld, CargoTechnologies GmbH i. G.

Jedes Programm zur Senkung von verkehrsinduzierten CO2-Emissionen enthält Maßnahmen zur Steigerung des Schienentransportanteils im Güterverkehr. Vom aktuellen Stand der Erkenntnisse ausgehend schlägt der Beitrag einen neuartigen technisch-infrastrukturellen Lösungsansatz für die Verlagerung von Ladeeinheiten als Grundlage für eine erfolgreiche Bahnlogistik bis 2030 vor. Die Lösung besteht in der schrittweisen Weiterentwicklung einer regionalen Bahninfrastruktur und ihrer Verbindung mit einem logistisch attraktiven Straßenzugang nach Kriterien von „Green“-Projekten und Supply Chain Management. Das technische Verfahren umfasst neuartige Anlagen zur Lkw-Verladung, zur Ladungskonsolidierung und zur effizienten Bahnverladung, die ein disloziertes Terminal bilden. […]