Das Entsorgungskonzept beim Neubau des Stuttgarter Bahnknoten

Wolf-Dieter Tigges, DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH, Thomas Schmölzer, Dr. Anja Maibaum, Drozak Consulting GmbH

Zusammenfassung

Der Umbau des Stuttgart Bahnknotens ist eines der größten Infrastrukturprojekte in Europa und stellt an alle Projektbeteiligten enorme Herausforderungen. Hohes öffentliches Interesse mit einer großen Anzahl von Befürwortern aber auch Kritiker oder Personen, die dem Projekt kritisch gegenüberstehen, erfordern in allen Abschnitten innovative Ansätze. Besonders stark im Fokus steht dabei die Zentrale Baulogistik, deren Aufgabe die Entsorgung von ca. 8 Mio. t Erdaushub bzw. Tunnelausbruch aus dem Stuttgarter Zentrum ist. Die ohnehin angespannte Verkehrssituation in Stuttgarts Innenstadt könnte die zusätzlichen Entsorgungstransporte für den Erdaushub nur schwer verkraften. Ziel der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH und der Genehmigungsbehörden ist es, die betroffenen Anwohner und den öffentlichen Straßenverkehr so gering wie möglich zu belasten und den Baustellen betrieb unabhängig von den Verkehrsverhältnissen der öffentlichen Straßen zu steuern und sicher zu stellen. Aus diesem Grund verständigten sich Genehmigungsbehörde und die DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH darauf, den überwiegenden Teil der Entsorgungstransporte per Zug durchzuführen. Das heißt, dass über einen Zeitraum von sechs Jahren werktäglich bis zu 13.000 t Material zu den Logistik flächen geliefert, in Züge verladen und in Entsorgungsanlagen transportiert werden. Für die Stuttgarter Innenstadt bedeutet das zu Spitzenzeiten eine Entlastung von bis zu 722 LKW-Fahrten pro Tag – für die Zentrale Baulogistik, dass das Bestehen täglich neuer Herausforderungen zum Alltagsgeschäft geworden ist.

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